Bienen 🐝 ziehen in Baumhöhle 🌳 ein

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vor 2 Jahren

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Einfach faszinierend, wie die Bienen die Behausung angenommen haben und wie gesund und schnell sie sich entwickeln. Ich muss vorwegschicken, das ich im aushöhlen von Baumstämmen keine Erfahrung habe. Ich habe die Augen zu gemacht, die Begebenheiten auf mich wirken lassen und dann los gelegt. Ein paar Gedanken habe ich mir im Vorfeld gemacht. Das Flugloch wollte ich gern in Richtung Süden haben damit auch an kühleren Tagen warme Bedingungen am Flugloch sind. Der Baumstamm ist schräg gewachsen und bei Regen kann das Wasser den Baumrücken runter laufen. Das Flugloch bleibt trocken. Da der Honig gern fern ab vom Flugloch eingelagert wird, bin ich davon ausgegangen, das die Bienen ihre Waben im Kaltbau ausrichten und die meisten Vorräte hinten anlegen. Dementsprechend habe ich seitlich die Bearbeitungsluken angeordnet. Die Bienen haben ihre Waben leicht schräg angeordnet, aber ich kann schön in die Wabengassen schauen. Gestartet bin ich mit einer großen Luke. Dann ist mir schnell aufgefallen, das das unpraktisch ist. Ich habe unten einen Klotz abgesägt und wie im Video zu sehen noch einen 2. abgetrennt. Jetzt können die Bienen die Ritzen zukitten. Die obere Luke werde ich wohl nur selten öffnen, zum Beispiel um die Beute komplett zu reinigen vor einer Neubesiedlung. Die Wandungsstärke beträgt 10 bis 15 cm. Also ausreichend Material für ein gesundes Beutenklima und eine gute Isolierung. Das Beutenvolumen schätze ich auf 35 bis 40 Liter. Das ideale Volumen für die Biene liegt laut Thomas Seeley bei 40 L https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-52230-9.pdf Das Beutendach bilden Bretter , die mit Abstandhaltern befestigt wurden. Ich erhoffe mir das die Feuchtigkeit durch die Leitbahnen nach oben transportiert wird und in die Luft entweichen kann. Auf eine Abdeckung mit Blech habe ich verzichtet, weil das prasseln des Regens auf das Blech die Bienen unnötig stören könnte. Wie schon im Film gesagt wollte ich die Rinde rundum durchsägen um den Saftstrom zu unterbinden. Als ich aber las, das die Zeidler - so heißen die ersten Imker die in Bäume kletterten um von in Bäumen wild lebenden Bienen Honig zu ernten - von diesen Zeidlern las ich, das sie auch lebende Bäume aushöhlten um dort Bienen anzusiedeln. Manchmal mehrere Behausungen übereinander in einem Stamm. Da dachte ich mir das wird ja sicher auch Vorteile haben. So ein Laubbaum wie meine Korkenzieher Weide zum Beispiel hat im Sommer Laub und spendet Schatten. Die Bienen müssen weniger kühlen. Im Winter und ganz wichtig im Frühling kann die Sonne auf die Behausung scheinen und ihn erwärmen. Die Bienen müssen weniger heizen. Die Bienen möchten gern eine trockene Behausung haben. Feuchtigkeit wäre nur förderlich für viele Krankheiten. Wie geht das aber im lebenden Baum? Nutzen die Bienen das austretende Wasser und brauchen so kein Wasser holen? Oder müssen sie zusätzliche Energie aufbringen? Was wird im Winter sein? Da sind die Arbeiten im Stock auf ein Minimum begrenzt. Bleibt da Zeit und Energie zum trocknen? Oder wirkt es sich sogar positiv auf das Beutenklima aus, weil im Herbst die Pflanzensäfte abwärts in die Wurzeln geleitet werden. Ist die Behausung dann automatisch trockener? Diesem spannenden Thema hat sich Roland Sachs verschrieben und eigens dafür 2 Behausungen in lebende Bäume eingerichtet und diese mit Sensoren versehen. Sigrun Mittl war mit der Kamera da und hat die Sache vor Ort für uns gefilmt. https://www.youtube.com/watch?v=0plZAM4CwDs&t=1334s Schaut hier mal auf ihrem Kanal. An diese Stelle möchte ich auch auf die Webseite von Sigrun verweisen.https://bienen-dialoge.de/ Unter dem Namen Tom´s Tree hat Roland auf seiner Webseite alle Eckdaten zu seinem Projekt veröffentlicht. https://chelifer.de/toms-tree/ Ich freue mich schon auf die ersten Ergebnisse. Bei meiner nächsten Baumbeute werde ich mir im Vorfeld noch mehr Gedanken machen. Ideal wäre da ein Klotzbeuten Kurs nach Zeidler Art zum Beispiel bei Sabine und ihrem Team in der Sa binen Imkerei https://www.sabienenimkerei.de/klotzbeutenkurs-anmeldung/ Wirklich sehr spannend, weil in Deutschland die Zeidlerei bereits als ausgestorben galt und von Russland, über polnische Imker jetzt wieder den Weg nach Deutschland gefunden hat. Es gibt auch zahlreiche weitere Projekte wie den Klotzbeuten Workshop von der Bienenbotschaft http://www.bienenbotschaft.de/zeidlerei.html#workshop_klotzbeute Ich wünsche dir viel Freude mit meinem Film und freue mich über deine Kommentare und Anregungen. Danke und viele Grüße Haiko Quellen Filmmaterial: Schloss Hamborn https://www.youtube.com/watch?v=Wnlfk1mn4l0&t=22s Bienen-Dialoge https://www.youtube.com/watch?v=0plZAM4CwDs

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